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Mexiko - Kupfer-Canyon
Dank vieler Hollywoodfilme hat wohl nichts unser Bild von Mexiko mehr geprägt, als die unverwechselbare Landschaft dieses Gebietes. Auf einer der schönsten Eisenbahnstrecken der Welt fahren Sie mit dem legendären „Chepe“ entlang der Schluchten des weltberühmten Kupfer-Canyons.
Topolobampo ; El Fuerte ; Kupfer-Canyon ; Cerro Gallegos ; Chihuahua Kupfer-Canyon
ab Los Mochis/an Chihuahua deutschsprachige Tourenleitung • Fahrt im „Ferrocarril Chihuahua al Pacifico“ ansonsten in priv.Kleinbussen•Flughafentransfers in Shuttlebussen•Eintrittsgelder laut Progr.•7 Ü im Hotel im DZ• Mahlzeiten:7xF-2xM-3xA •Reiseliteratur
nicht in den Leistungen enthalten Anreise•nichtgenannte Mahlzeiten und Getränke •im Reiseverlauf als optional gekennzeichnete Ausflüge •Trinkgelder•Flughafengebühren in Mexiko •Persönliches
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Diese Reise wird von einem Gotours24 Partner durchgeführt. Es sind ausschließlich die Reisebedingungen unseres Partners gültig. Gerne senden wir Ihnen diese Reisebedingungen zu.
02.11.2009 - 09.11.2009 1690,00 EUR 23.11.2009 - 30.11.2009 1690,00 EUR 25.01.2010 - 01.02.2010 1690,00 EUR 08.02.2010 - 15.02.2010 1690,00 EUR 22.02.2010 - 01.03.2010 1690,00 EUR 08.03.2010 - 15.03.2010 1690,00 EUR 22.03.2010 - 29.03.2010 1690,00 EUR 05.04.2010 - 12.04.2010 1690,00 EUR EZ-Zuschlag 240,00 EUR Teilnehmer min. 2 - max. 12 Personen
1. Tag Ankunft in Los Mochis, Ausgangspunkt Ihrer Reise in die berühmten Kupferschluchten. Am Flughafen werden Sie von unserem spanischsprachigen Vertreter begrüßt, der Ihnen bei dem vorbezahlten Taxi-Transfer zum Gruppenhotel behilflich ist. Das Hotel liegt direkt im Zentrum von Los Mochis. Von hier aus können Sie am Nachmittag diese junge, aber typisch mexikanische Stadt zu Fuß erkunden. Besuchen Sie den botanischen Garten Jardín Botánico Sinaloa, das Regionalmuseum Valle del Fuerte, den örtlichen Markt oder spazieren Sie einfach zum Zocalo und der Kirche Parroquia del Sagrado Corzón de Jesús. Zurück im Hotel können Sie sich von den Anstrengungen der Anreise erholen. 2. Tag Mexiko Stadt oder Los Mochis - El Fuerte: Um 8:30 Uhr morgens begrüßt Sie Ihr Reiseleiter persönlich in der Lobby des Hotels Santa Anita. Jetzt starten Sie zum nahe gelegenen Hafen von Topolobampo. Topolobampo – ein großes Wort für das verträumte Dorf, malerisch gelegen inmitten eines Irrgartens aus grünen Felseninseln und versteckten Buchten. Für Naturliebhaber ist diese Region Mexikos ein wahres Schmuckstück. Delphine und Kalifornische Seelöwen tummeln sich im unmittelbaren Hafenbereich. Braunpelikane streiten sich um Fische an der Kaimauer. Kormorane, Pracht-Fregattvögel, Blaufuss-Tölpel, Seeschwalben und Möwen teilen sich den Luftraum und nisten auf den umliegenden Inseln zusammen mit Kanada- und Seidenreihern. Mitunter sieht man Hunderte von Urubus (Rabengeier) auf den großen Kakteen, den Cardones, die weit über die subtropische Vegetation hinausragen. Die großen Hafenanlagen erinnern noch heute an die ehrgeizige Utopie des Albert K. Owen, der hier im 19. Jh. ein Kollektiv gründen wollte - Topolobampo sollte ein sozialistisch geprägter Ort des Warenaustauschs und der Völkerfreundschaft werden und blieb doch nur ein Traum. Auf einer Bootstour auf dem drittgrößten natürlichen Meereshafen der Welt haben Sie Gelegenheit, die Fauna und Flora dieser Region kennen zu lernen. Durch die fruchtbare Tiefebene erreichen wir am Nachmittag El Fuerte. Dieses schöne, am Río Fuerte gelegene Kolonialstädtchen ist bei Reisenden noch unbekannt. Dabei ist El Fuerte historisch gesehen eine der wichtigsten und interessantesten Städte Nord-Mexikos. Die Gemeinde wurde als La Villa de San Juan de Carapoa bereits im Jahre 1564 durch den Spanier Francisco de Ibarra gegründet. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts kamen die ersten Jesuiten in die Region von El Fuerte. Da die unbeugsamen Indianer die Spanier jedoch immer wieder angriffen, wurde Anfang des 17. Jh. eine Festung erbaut (im spanischen: Fuerte), die der Stadt ihren Namen gab. Viele Eroberer kamen auf ihrem Weg gen Norden - Richtung US Kalifornien und Arizona - in El Fuerte vorbei, wo sie sich mit Proviant eindeckten. In dieser Zeit entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Handelsplatz. Im Jahre 1824 wurde El Fuerte Hauptstadt des Bundesstaates Estado de Occidente, der den heutigen Bundesstaaten Sinaloa und Sonora entsprach und im Norden bis zum Grand Canyon reichte. Nach unserer Ankunft im Hotel wird Ihr Reiseleiter Ihnen sein El Fuerte vorstellen und Sie durch die Straßen und die Geschichte der Stadt führen. 3. Tag El Fuerte - Bahuichivo - Cerocahui: Heute Morgen heißt es „Alles einsteigen, bitte“ - der Zug Ferrocarril Chihuahua al Pacifico der Zuggesellschaft Ferrocarril Mexicano fährt in Kürze ab. 1872 begann der Amerikaner Albert K. Owen seine Vision einer Zugverbindung zwischen Kansas City und dem Pazifischen Ozean in die Tat umzusetzen. 1961 erst stellte die mexikanische Regierung die Bahnstrecke fertig, die als eine der schönsten der Welt gilt. Der Eröffnung der Strecke waren gewaltige physische, politische und wirtschaftliche Anstrengungen vorausgegangen. Insbesondere der letzte Bauabschnitt über ein Gefälle von 2.134 m auf einer Länge von 195 km erforderte eine Bauzeit von über 20 Jahren, wobei erst die bautechnischen Entwicklungen in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg den Bau der Trasse ermöglichten. Die Strecke von Chihuahua nach Los Mochis führt über 39 Brücken und durch 86 Tunnel, die viel zu der Faszination Ihrer Fahrt von 2.439 m Höhe bis zum Meeresspiegel beitragen. Die Fahrt am Vormittag führt Sie über den abenteuerlichsten Teil der Strecke. Hinter der längsten Brücke, die den Río Fuerte überquert, beginnt der steile Aufstieg in die Canyonlandschaft. Die Ausblicke in den Kupfer-Canyon sind dabei atemberaubend. Am frühen Nachmittag erreichen wir die Station Bahuichivo. Transfer zum rustikalen Hotel, das sich malerisch in die einsame Felsenlandschaft der Region einfügt. Nach dem Mittagessen starten wir unseren Ausflug in die Kupferschluchten mit dem Besuch der Missionskirche von Cerocahui, die Pater Juan María de Salvatierra 1690 begründete. Wir befinden uns hier schon auf einer Höhe von 1.600 m und genießen den Blick auf das mit kleinen Obsthainen bestandene Tal. Bei Gelegenheit besuchen wir die Missionsschule des Ortes. Anschließend Weiterfahrt zu dem atemberaubenden Ausblick Cerro Gallegos mit Blick auf die Kreisstadt Urique am Boden des Urique-Canyons (mit einer Canyontiefe von 1.870 m). Dieser Abstecher in die Welt der Rarámuri-Indianer und die unberührte Wildnis der Schluchten ist ein unvergessliches Erlebnis. Lange vor Ankunft der Konquistadoren und der Missionare kam das Volk der Rarámuri in die Kupferschluchten. Die Kultur der Rarámuri basiert auf Respekt voreinander und der Verpflichtung zu gegenseitiger Hilfe. Im Kupfercanyon und der Sierra Tarahumara leben mehr als 50.000 Rarámuri, die in Großfamilien auf den verstreut liegenden rancherías Bohnen, Mais und Kürbisse anbauen. Die Indianer sind ausgezeichnete Handwerker, die hervorragend töpfern, weben und Korbflechten. Als wichtigster Teil des spirituellen Lebens finden mehrmals im Jahr Wettläufe statt, die sich über mehrere Tage und Nächte auf Distanzen von bis zu 200 km hinziehen. Rückkehr zum Hotel via einer Rarámuri-Siedlung entlang des Weges. Geruhsamer Ausklang des Tages im Hotel. 4. Tag Cerocahui - Bahuichivo - Posada Barrancas: Jetzt heißt es Abschied nehmen von dem gemütlichen Hotel in der Sierra Tarahumara. Am heutigen Vormittag bietet sich jedoch noch die Möglichkeit zu einer Wanderung in der malerischen Umgebung unseres Hotels. Alternativ bieten sich optionale Reitstunden bzw. ein optionaler Reitausflug mit Pferden des Hotelbesitzers an. Am Nachmittag geht es mit dem Zug weiter gen Osten durch die Berge der Sierra bis nach Posada Barrancas. Unser Hotel liegt in unmittelbarer Nähe der Kupferschluchten, von Ihren Zimmern aus genießen Sie die spektakuläre Aussicht in diese faszinierende Schluchtenlandschaft. Nachdem Sie sich in ihrem Zimmer eingerichtet haben, machen wir eine Wanderung zu den verschiedenen Aussichtspunkten, die auch schon Pancho Villa genossen hat. Die Bruchkante des Canyons liegt hier auf einer Höhe von 2.400 m, wobei die umliegenden Berggipfel Höhen bis zu 3.300 m erreichen. Insgesamt umfasst der Canyon fünf Hauptschluchten, von denen sich jede einzelne tiefer in das Vulkangestein der Sierra Madre eingräbt als der Grand Canyon des Colorado Rivers. Die Sicht in den Abgrund bietet einen faszinierenden Einblick in die während Jahrmillionen von Flüssen und wetterbedingten Erosionen erschaffene Schönheit. Maria Barriga lebt seit 35 Jahren in Posada Barrancas und wird uns – soweit Sie Zeit findet – während der Wanderung begleiten. Sie hat viele Geschichten zu erzählen – vom Bau der Eisenbahnstrecke, den ausbleibenden Regenfällen, den Läufen der Rarámuri und vielem mehr. Jetzt geht ein aufregender Tag zu Ende. 5. Tag Posada Barrancas - Cuauhtémoc: Weiter geht es am heutigen Morgen mit einem Minivan durch die zerklüfteten Berge der Sierra Madre Occidental zu der abenteuerlichen Holzfällerstadt Creel. Zusammen mit den Spaniern kamen 1598 die Jesuiten in die Welt der Rarámuri-Indianer. Während die Spanier nach Silber- und Goldvorkommen forschten, ging es den Padres um die Errettung von Seelen. Bei der Besichtigung des Jesuiten-Missionsladens mit vorzüglichem Kunsthandwerk der Rarámuri-Indianer wird jedoch deutlich, dass die Padres heute weniger bekehren, sondern mehr als Entwicklungshelfer agieren. Ihr erster Ausflug führt Sie in die Berge und Wälder in der Umgebung von Creel. Sie besuchen im Rahmen einer leichten Wanderung den bezaubernden Wasserfall Cusaráre, der inmitten eines Kiefern- und Eichenwaldes gelegen ist. Entlang des Weges flechten Indianerinnen Körbe aus Kiefernnadeln und den Blättern der Rauhschopfagave. Ruhen Sie sich am Wasserfall etwas aus oder steigen Sie als geübter Wanderer noch weiter bis zum Fuß des Wasserfalles ab. Im Anschluss besuchen wir die Cusaráre-Mission, welche die Indianer aus der umliegenden Sierra Tarahumara betreut und von den Jesuiten aus Creel geleitet wird. Bis heute leben die Rarámuri-Indianer unabhängig von der mexikanischen Regierung, die ihre Entwicklungspolitik mehr auf die städtischen Gebiete ausrichtet. Die Rarámuri haben sich ihre eigene Sprache bewahrt und den Katholizismus als Teil ihrer Naturreligion angenommen. Der Stausee Lago Arareco liegt im Tal der Pilzköpfe und beweist, dass selbst in der Sierra die Zeit nicht stehen geblieben ist. Der See beeindruckt mit seiner Farbe und den umliegenden Felsformationen. Wenn es die Situation und die Zeit erlaubt, werden wir auf dem Rückweg die Höhlenwohnung einer Indianerfamilie besichtigen. Der natürliche Schutz der Felsen wird auch heute noch von vielen Indianern als Grundstein für ihre Unterkünfte genutzt. In Creel haben wir etwas Zeit, um die Stadt zu erkunden und die letzten Souvenirs aus den Schluchten zu erstehen. Eingebettet in die endlosen Kiefernwälder der Sierra war Creel ehemals forstwirtschaftliches Zentrum. Dieser Charakter hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, denn der Tourismus gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ein Bummel durch die Straßen der Stadt zeigt eine bunte Mischung aus einheimischen Werktätigen, Rarámuri-Indianern und Besuchern verschiedener Nationalitäten. Unterkünfte, Restaurants, Agenturen jeglicher Couleur, Bau-, Möbel- und Souvenirläden schießen wie Pilze aus dem Boden. Das Angebot an Unternehmungen ist vielfältig: Man kann Mountainbikes ausleihen, Reiten, an diversen Tagesausflügen teilnehmen oder mehrtägige Wanderungen antreten. Creel gilt als Eingangstor zu den Kufperschluchten. Der länger verweilende Tourist erreicht von hier aus neben Divisadero und Cerocahui auch Batopilas, die sagenumwobene Stadt im gleichnamigen Canyon. Der Reichtum an Silber, das in mehr als 200 Minen gewonnen wurde, machte diesen Ort über Jahrhunderte zu einem El Dorado für Abenteurer und Entrepreneurs. Schließlich verlassen wir Creel Richtung Cuauhtémoc. Die Fahrt entlang vereinzelter Farmgemeinden und riesiger Apfelplantagen zu den Mennoniten-Siedlungen dauert knapp 2 Stunden und ist von dem Wechsel der Bergwelt zur Steppenlandschaft geprägt. In Cuauhtémoc beinhaltet Ihr Programm ein leichtes Essen bei einer Mennonitenfamilie, den Besuch des Mennoniten-Museums und - sofern die Öffnungszeiten dies erlauben - den Besuch eines Verkaufsraumes einer örtlichen Molkerei mit Käse- und Fleischprodukten aus der Region. Den Abend verbringen wir in der beschaulichen Kleinstadt Cuauhtémoc, benannt nach dem letzten Atztekenkönig Mexikos. 6. Tag Cuauhtémoc - Paquimé, Casas Grandes: Gen Norden verlassen wir die Hochebene von Cuauhtémoc und fahren durch das Gebiet der Mennonitensiedlungen Richtung Madera. Die Landschaft wird wieder bergiger und die Apfelplantagen weichen den großen Kiefernwäldern entlang den Hängen der Sierra Madre Occidental. Über Buenaventura erreichen wir schließlich Casas Grandes, unseren nächsten Halt. Im Nordwesten des Bundesstaates Chihuahua, westlich des alten Camino Real zwischen El Paso und der Bundeshauptstadt Chihuahua, liegt Casas Grandes mit seiner berühmten Ausgrabungsstätte Paquimé – ein von der UNESCO geschütztes Weltkulturerbe. Das ausgedehnte, archäologisch interessante Gebiet am Fuß der Sierra Madre Occidental erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 60 Hektar am Westufer des Casas Grandes River. Erst 10 Hektar des historisch so bedeutenden Gebietes wurden bis heute ausgegraben und gesichert. Nach dem Besuch des ausgezeichneten Museums zur Geschichte und Entwicklung der Paquimé-Kultur besuchen Sie schließlich die interessante Ruinenanlage. Die Überreste der Siedlung sind beeindruckend. Mehrere Bauten, bestehend aus bis zu 600 Räumen, wurden aus gestampftem Lehm im mühseligen Handauflegeverfahren errichtet. Dabei wird nasser Lehm mit der Hand auf eine bereits vorhandene Lehmschicht aufgetragen und gleichmäßig verstrichen. Interessanterweise hatten die Gebäude rechtwinklige Mauern, was auf eine intensive Bauplanung hinweist und einen bemerkenswerten Unterschied zu Bauten anderer Kulturkreise dieser Epoche darstellt. Wasser wurde in offenen Gräben durch die Räume geführt. Ein weiteres Kennzeichen der Gebäude waren die T–förmigen Türen, die die einzelnen Zimmer miteinander verbanden. Die Gebäude umschlossen große Spiel- oder Versammlungsplätze. Es gab unterirdische religiöse Versammlungsräume und begehbare Brunnen. Die Überreste der festen Verkaufstände auf den Märkten, die Ställe der Truthähne und der aus Südamerika importierten Papageien sind heute noch sichtbar. Die Entwicklung der Bautechnik im 7. Jh. n. Chr. begann in Paquimé mit den aus der nordamerikanischen Pueblo-Kultur bekannten Grubenhäusern – einfache Erdgruben, mit primitiven Dächern bedeckt. Im Verlauf der Jahrhunderte setzten sich einstöckige Häuser durch, während in der Hoch- und Endphase von Paquimé mehrstöckige Häuser mit faszinierenden Galerien und Säulen errichtet wurden. Die stützenden Säulen standen dabei meist auf Sandsteinsockeln. Die Spitzen der Pyramiden, aus Erde aufgeschüttet, hatten Plattformen – möglicherweise wurden sie für religiöse Zeremonien genutzt bzw. dienten für Signalfeuer oder als Beobachtungsposten. Wie alle vorkolumbianischen Siedlungen gibt uns Paquimé mehr Rätsel auf, als bis jetzt lösbar sind. Schriftliche Aufzeichnungen der einstigen Bewohner existieren nicht oder wurden von den spanischen Eroberern vollständig vernichtet. Die Funde deuten darauf hin, dass während der Besiedlung (700 - 1450 n. Chr.) Verbindungen wirtschaftlicher und kultureller Art nach Süden bis nach Mittelamerika und nach Norden bis in die heutigen US-amerikanischen Bundesstaaten Texas, New Mexiko und Arizona aufgebaut wurden. Die Entwicklung der Casas-Grandes-Kultur war langsam. Man betrieb Landwirtschaft im Stil der damaligen Zeit, d.h. Anbau von Mais, Kürbissen und Bohnen, ergänzt durch die Jagd von Nagetieren und Rotwild. Auffallend ist, dass in Paquimé sogar Bisonknochen nachweisbar sind. Trotz der Blüte war Paquimé schon vor Ankunft der Spanier wieder verlassen. Das Ende der Casas-Grandes-Kultur im 15. Jh. n. Chr. kann durch kriegerische Überfälle oder durch den Zusammenbruch des Handels gekommen sein. Bei der Beschreibung der Ausgrabungsarbeiten wird davon berichtet, dass Leichen im Bewässerungssystem lagen und die wertvollen Zuchtvögel offensichtlich in ihren Käfigen verhungerten, was auf ein gewaltsames Ende des Pueblos schließen lässt. Möglich ist auch, dass die große Zahl der Menschen nicht mehr zu ernähren war und diese sich wieder zu kleineren Siedlungseinheiten zusammenschlossen, die die Umwelt nicht so stark belasteten. Die berühmten Keramikarbeiten aus dem alten Paquimé, ein wichtiger Bestandteil des vorkolumbianischen Handels, sind bis auf wenige Exemplare nur als Scherben in den großen Museen dieser Welt zu bewundern. In den 60er Jahren des 20. Jh. war in Mata Ortíz, einem kleinen Ort in der Nähe Paquimés, der junge Juan Queseda von den keramischen Überresten der Ausgrabungen so fasziniert, dass er in einer Reihe von Experimenten versuchte, ähnliche Keramiken herzustellen. Dazu war es notwendig, das richtige Rohmaterial zu finden. Reiner Ton riss beim Trocknen. Es dauerte einige Zeit bis man das ursprünglich benutzte Material fand - Ton mit Vulkanasche vermischt, aus einer Fundstelle in der Nähe von Paquimé. Zu dem Aufbau der Gefäße, der Bemalung und dem Brand mussten weitere Versuche durchgeführt werden. Heute arbeiten in Mata Ortíz fast 500 Töpfer und versuchen, mit jedem Stück an die Qualität der Originale von Paquimé anzuknüpfen. Am Nachmittag werden wir eine Werkstatt besuchen und den Nachfahren der alten Künstler bei Ihrer Arbeit über die Schultern schauen. 7. Tag Casas Grandes - Chihuahua: Schließlich verlassen wir Casas Grandes auf dem Weg zur Bundeshauptstadt Chihuahua. Die Fahrt führt uns durch die Graslandschaften der alten Rinderbarone. Bei einem Halt in Ricardo Flores Magón haben Sie die Gelegenheit Chihuahuas beste Burritos zu probieren. Im Anschluss fahren wir zur Ranch von Familie Terrazas, einstmals – vor Mexikos großer Landreform – die größten Grundbesitzer Mexikos. Bei einem kurzen Halt haben wir Gelegenheit, das heutige Leben der Rancheros und Gauchos auf dieser einsamen Arbeitsranch kennenzulernen. Ankunft in Chihuahua am frühen Nachmittag. Freuen Sie sich auf eine Entdeckungstour in Chihuahua - erleben Sie die durch gewaltige Silber-Minen und Rinderfarmen geprägte abenteuerliche Atmosphäre der großen Stadt. Während der mexikanischen Revolution war Chihuahua das Hauptquartier des Volkshelden und Generals Pancho Villa. Neben dem Besuch des Museums La Quinta Luz, das heute in der prächtigen Villa des Generals etabliert ist, ist auch der Gouverneurspalast mit den hervorragenden Wandmalereien des Aaron Piña Mora zur Geschichte Chihuahuas eine Besichtigung wert. Zum Abschluss der Stadtbesichtigung besuchen wir die Kathedrale im Zentrum der Stadt. Leider heißt es nun schon Abschied nehmen. An unseren letzten Abend der Rundreise durch das Land der Rarámuris und Chihuahuenses laden wir Sie zu einem Abschiedsessen in eines der besten Restaurant der Stadt ein. Ein Salud auf den Norden Mexikos! 8. Tag Chihuahua - Ende der Reise: Nach einem gemütlichen Frühstück im Hotel bringen wir Sie je nach Ihrem Abfahrtstermin und Transportmittel zum Flughafen oder dem modernen Busbahnhof von Chihuahua.
Vorschlag: Unser Programm Baja California.
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